Übersäuerungs-Check


Übersäuerungs-Check

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Laborleistung: Untersuchung einer Urinprobe auf ph-Wert, Aziditätsquotient AQ, Gesamtaziditätsquotient NAQ
Laborkosten Euro 31,90 ; Laborversand Euro 2,60

Der Labortest ersetzt keine Vorstellung des Tieres bei einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker. Ergebnisse dienen lediglich der Information und sollten dem vor Ort behandelndem Arzt oder THP vorgelegt werden.

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Equine latente oder chronische Gewebeübersäuerung erkennen!
 

Latente oder chronische Übersäuerung ist mittlerweile nicht mehr nur eine Zivilisationserkrankung bei Menschen, sondern auch bei sehr vielen Pferden.

Symptombeispiele:

  • Muskelverspannungen
  • Kreuzverschlag
  • Ekzeme
  • Hufrehe
  • Koliken
  • Therapieresistenz

Mögliche Auslöser:

  • Zu wenig Bewegung!!!, d.h. zu wenig Abatmung von CO2 über die Lunge
  • Fütterungsfehler:
  • zu wenig Raufutter
    (1 kg Raufutter = 45 Min. Speichelbildung = ca. 4 Liter säurepuffernder Speichel)
  • ungeeignetes Raufutter (Heulage- oder Silagefütterung)
  • zu viel Kraftfutter 
    ( 1 kg Kraftfutter = 10-15 Min. Speichelbildung = ca. 1 Liter säurepuffernder Speichel)
  • Kraftfutter zur falschen Zeit
    Kraftfutter immer nach dem Raufutter und nicht direkt nach der Arbeit ohne vorherige Raufuttergabe
  • Eiweißüberschuss („fette“ Wiesen)
  • Dysbiosen (Störung der Darmflora, bakterielle Fehlbesiedlungen, Fehlgärungen)
  • Mangel an basischen Mineralien
  • Entgiftungsschwäche

Notregulation des Organismus:

  • Einlagerung der Säuren im Knorpel- und Bindegewebe, Sehnen, Bändern, Gelenken, Muskeln
  • Verstärkte Entsorgung über den Darm ( Durchfälle, Kotwasser)
  • Bindung an Mineralstoffe mit nachfolgender  Ausscheidung über Niere (Mineralstoffmangel)

Mögliche Folgeerkrankungen eines gestörten Säure-Basenhaushaltes:

  • Hufrehe
  • Mauke
  • Kreuzverschlag
  • Koliken
  • Sommerekzem
  • Leistungsschwäche
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Therapieresistenzen
  • Muskelschmerzen
  • Unlust oder Hyperaktivität
  • Starkes Schwitzen
  • Chronischer Husten
  • Ödeme, Cellulite
  • Schlecht heilende Wunden
  • und sehr vieles mehr!

 

Diagnostik

Ein modifizierter Säure-Basen-Test nach Sander aus dem Hause SENSION  ermöglicht eine Messung der Pufferkapazität des Urins mittels Urinprobe

Befundinterpretation:

Aziditätsquotient (AQ)

Der Aziditätsquotient AQ ergibt sich aus der ermittelten Aufnahmekapazität des Urins für Säuren und Basen und ist ein Maß für die im Stoffwechsel angefallenen und im Urin ausgeschiedenen freien Säuren.

Da der pH-Wert der Urinproben auch bei übersäuerten Tieren im neutral bis alkalischen Bereich liegen kann, ist der AQ bei gesunden Pferden weit im negativen Bereich (< -60%).

Ist der AQ erhöht, liegt eine latente Gewebeübersäuerung vor, während ein normaler AQ ein unauffälliges Säure-Base-Profil widerspiegelt.

Gesamtaziditätsquotient (NAQ)

Als zusätzliche Messgröße wird der Gesamtaziditätsquotient NAQ ermittelt, der grundsätzlich über dem Wert des AQ liegt und zusätzlich zu den freien Säuren des AQ die an Ammoniak gebundenen und somit neutralisierte Säuren wiedergibt. Die Differenz von NAQ zu AQ, das sogenannte Ammoniakband dient somit als weitere diagnostische Hilfe bei der Bewertung einer Übersäuerung.

Beispiel:

So kann beispielsweise bei einem unauffälligen AQ der NAQ stark erhöht sein, und sagt somit aus, dass trotz eines noch gesunden Säure-Base-Haushalts des Tieres im Stoffwechsel massiv Säuren anfallen, welche zwar derzeit noch ausreichend neutralisiert werden können, auf Dauer aber zu einer Übersäuerung führen können. Hier können präventive Maßnahmen z.B. durch entsprechende Fütterung zu einer Stoffwechselentlastung des Tieres führen und der Beginn einer Gewebeübersäuerung verhindert werden.

 

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